Geburtstagswochenende 2011

18. April 2011 at 13:11 (Freunde, Gedanken, Leben)


Die Ruhe und die Zeit erlauben es, dass ich mich noch einem zweiten Blogeintrag widmen kann, und somit möchte ich vom zurückliegenden Wochenende berichten, das ich schlicht und ergreifend „Geburtstagswochenende 2011“ nenne. Viel anders könnte man es auch nicht betiteln, denn da mich meine Eltern von Freitag bis Sonntag besuchten, war das komplette Wochenende verplant und mit unterschiedlichen Unternehmungen vollgepackt. Zusammen mit dem „PAUM“ in der davor liegenden Woche blieb zum Luftholen und Ausspannen nicht wirklich viel Zeit, bis sie am Sonntagvormittag abreisten und den Weg gen Heimat antraten, aber ich habe meinen Geburtstag das erste Mal seit Langem wirklich genießen und erleben können.

Als Freitagnachmittag ein verpasster Anruf auf dem Handy angezeigt wurde, bekam ich beim Rückruf die Info, dass meine Mum und ihr Freund noch etwa eine Stunde bräuchten. Schreck, lass nach, denn als Ankunft war ein Zeitpunkt etwa zwei bis zweieinhalb Stunden später einkalkuliert. Soll heißen: Mein Zeitplan lief gerade ziemlich gegen die Wand! Was letztendlich aber gar nicht so schlimm war, denn meine Mum kennt ihre Tochter und sie haben wahrscheinlich sowieso mit einem schlimmeren Zustand meiner vier Wände gerechnet. Sie konnten ja nicht wissen, dass ich mir eine Woche lang den Großteil meiner Freizeit „verboten“ habe, um die Wohnung endlich vorzeigbar zu gestalten.
Und wenn ich schon mal jemanden mit Auto da habe, ging es dann noch eben zum Einkaufszentrum. Ich selbst esse ja selten Zuhause, weshalb mein Kühlschrank nahezu leer ist (abgesehen von Bier und Schokolade *hust*), mussten noch einige Kleinigkeiten besorgt werden – die meine Eltern bezahlt haben :D Der Abend war dann eher ruhig bei Wein, Kartenspiel und Gespräch. Wir waren auch alle recht kaputt, denn ich hatte zwar frei, war aber auch schon seit acht auf den Beinen, und meine Eltern hatten ja einen ganz normalen Arbeitstag hinter sich.

Die Nacht verbrachte ich zusammen mit meinen beiden Lieblingen auf dem Sofa, da meinen Eltern das Doppelbett im Schlafzimmer überlassen wurde. Entzugserscheinungen bei meinen Katzen machten die Nacht für mich ziemlich kurz, was sich im Laufe des Tages noch bemerkbar machen sollte. Der Liebste brachte frische Brötchen mit und dann gab es ein reichhaltiges Sektfrühstück mit Eierlikörcreme made by Mum, bevor wir uns ins Hamburger Getümmel warfen und die Stadt unsicher machten.
Den ganzen Tag waren wir unterwegs: Innenstadt mit Rathausplatz und Binnenalster, Currywurst beim Mö-Griller, Spaziergang durch die Speicherstadt mit anschließendem Flanieren auf die Landungsbrücken, Fährenausflug nach Finkenwerder (und zurück) inklusive eines umfangreichen Vortrages zum Thema „Wissenswertes über Schiffe“ vom Liebsten und als Abschluss für diesen frische-Luft-reichen Tag schließlich noch ein Gang über den Hamburger Frühlings-Dom, bei dem mir leider sämtlicher Fahrspaß auf magenumkehrenden Geräten genommen wurde, weil niemand mitwollte und das alleine einfach keinen Spaß macht. War aber trotzdem schön und anstrengend, sodass aus dem ursprünglichen Plan, abends und nachts noch den Kiez unsicher zu machen, dann nichts mehr wurde und wir uns geschlossen für einen erneut ruhigen Abend bei mir Zuhause (im neuen Wohnzimmer *tanz*) entschieden.

Auch die Nacht auf Sonntag war kurz, denn meine Eltern wollten unbedingt auf den Hamburger Fischmarkt, was ein Weckerklingeln um halb sechs nach sich zog. Hat sich jedoch gelohnt, auch wenn ich den Rest des Tages dann halbtot durch die Gegend gezogen bin und mehr geschlafen als irgendwas anderes gemacht habe. Mit einem dicken Obstkorb und einer Tüte Räucherfisch sind wir dann wieder nach Hause gefahren, es gab ein spätes und nicht sehr ausgefallenes Frühstück (denn natürlich gab’s auf dem Fischmarkt auch frische Fischbrötchen!), bevor sich meine Eltern dann in Richtung Berlin verabschiedeten. Für den Liebsten und mich ging es dann noch mal für drei Stunden ins Bett, um den Rest des noch jungen Tages zu überstehen, den Nachmittag verbrachten wir getrennt und abends kochte er dann wieder einmal für mich.

Am 30. April folgt nun noch eine große Party mit Freunden, bei der der Liebste und ich beide unsere Geburtstage nachfeiern werden. Als Motto hat er sich „FlowerPower“ ausgedacht, für mich wird es einfach eine Nachfeierei in Verbindung mit Tanz in den Mai und Menschen, die ich gerne um mich habe.

Bereits Samstag kurz nach Mitternacht erreichten mich die ersten Glückwünsche, die letzten kamen Sonntag bzw. heute hier im Büro. Viele Menschen, von denen ich das nie erwartet hätte, haben sich gemeldet und mir gratuliert, am meisten überrascht hat mich meine Chefin, die Samstagmorgen eine unglaubliche, motivierende SMS schrieb (ihr jüngerer Sohn ist am gleichen Tag, ihr älterer Sohn im gleichen Jahr geboren), über die ich mich sehr gefreut habe. Leider blieben auch einige Meldungen aus, was mich in den meisten Fällen nicht wirklich stört, in einigen aber tatsächlich wehtut. Gerade bei Leuten, mit denen ich täglich zu tun habe, ist es doch eine herbe Enttäuschung.

Im Großen und Ganzen habe ich mich aber das erste Mal seit vielen Jahren wirklich auf meinen Geburtstag gefreut, dieser Tag ist ja doch immer wieder sehr schwer für mich. Geschenketechnisch darf ich mich über ein Kaffeeservice und ein neues Billy-Bücherregal freuen, außerdem lädt mein Liebster mich zu Bodo Wartke ein. Weitere Geschenke werden mich wohl in den nächsten Tagen erreichen, zumindest wurden einige Päckchen angekündigt. Auf den Abend bei und mit Bodo freue ich mich ganz besonders, ich möchte ihn ja schon lange einmal live erleben, und nach Aussage des Liebsten war es gar nicht so einfach, an die Karten zu kommen.
Dazu spielte das Wetter entgegen der eher grauen Voraussagen toll mit und die Sonne ließ sich des Öfteren am Himmel blicken. Ich bin sicher, dass da eine bestimmte Person (mit sehr wahrscheinlicher Unterstützung einer zweiten) ganz arg ihre Finger im Spiel hatte. Danke!

Ich glaube, dieses Jahr hat es viel ausgemacht, dass ich an meinem Geburtstag in vielerlei Hinsicht nicht alleine war. Der Tag war nicht ganz so schwer wie sonst, auch wenn ich meine Tiefpunkte hatte und diese nicht immer verstecken konnte. Dieses Gefühl möchte ich mir behalten und für die nächsten Jahre mitnehmen, um notfalls daraus Kraft schöpfen zu können.

1 Kommentar

  1. MariWob said,

    das bild ist einfach göttlich! :-)

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