24-Stunden-Lesemarathon (26./27.02.2011)

26. Februar 2011 at 08:45 (Bücherwelten, Challenges, Leben)



(Copyright by Schnette)


Der Mensch von heute hat so viel zu lesen,
daß er nicht mehr zum Lesen kommt.
(Stefan Fleischer, *1938)

Recht hat der gute Herr Fleischer.
Und damit ich zumindest ein Stück weit etwas an dieser Aussage ändern kann, nehme ich heute am 3. Read-a-Thon von LovelyBooks teil. In den nächsten 24 Stunden wird gelesen, was das Zeug hält – zumindest ist das der Plan. Auf meinem SuB für diese Zeit liegen einige Bücher verschiedenen Genres und ich werde einfach ganz spontan entscheiden, worauf ich Lust habe.

Mein persönliches Ziel sind, dieses Mal etwas realistischer, 1.000 Seiten am Ende der 24 Stunden. Ich bin zuversichtlich, denn die beiden „Übungstage“ haben mir gezeigt, was ich schaffen kann. Natürlich halte ich euch wieder stündlich auf dem Laufenden, aber anscheinend gibt es zwischendurch auch Fragerunden durch LovelyBooks. Lassen wir uns einfach überraschen – ich bin jedenfalls sehr gespannt auf diesen Tag und freue mich auf die Bücher, die mir zur Auwahl stehen. Wie ihr euch denken könnt, sind das einige ;) Aber ich hab ja auch etwas Zeit.

Und nun geht’s auch schon los – auf in den Kampf, der sich hoffentlich nicht als Krampf herausstellen wird!


09:00 Uhr:
Den Anfang mache ich mit „Der Kinderdieb“ von Brom, einem Buch, das auf allen Seiten gute Kritiken erhalten hat, Literatopia machte es sogar Teil des großes Rezi-Rückblickes für 2010. Für mich war schnell klar, dass ich dieses Buch ebenfalls noch lesen muss. Durch einen Partner von Literatopia kam ich in den Genuss, ebenfalls ein kostenloses Rezensions-Exemplar zu erhalten und darf das Buch nun für die Schattenrezensionen lesen. Nach etwas mehr als der Hälfte bin ich restlos begeistert, aber das dürft ihr dann in meiner Rezension nachlesen. Jetzt lese ich aber erstmal weiter, knapp 240 Seiten warten noch – und von nix kommt nix ;)

10:00 Uhr:
Mit 50 gelesenen Seiten schließe ich die erste Stunde ab. Habe mich aber auch von Internet und Frühstück ablenken lassen, es dauerte eine Weile, bis ich wieder die nötige Ruhe zum Lesen fand. Außerdem habe ich entdeckt, was LovelyBooks sich noch für den Marathon ausgedacht hat – zwölf Fragen nämlich, die man im Laufe der 24 Stunden beantworten kann. Ich werde sicherlich alle beantworten, vorausgesetzt, ich bleibe die ganze Zeit wach, woran ich momentan noch ein wenig Zweifel hege ;) Kommt Zeit, kommt Rat, kommt das nächste Buch.

11:00 Uhr:
44 gelesene Seiten später und jetzt werde ich eine kurze Pause einlegen. Die Nacht war doch kürzer als gedacht und ich bin noch nicht ganz wach. Daher werde ich mich noch mal aufs Ohr hauen und ein bisschen dösen. Spätestens zur ersten Frage um 13:00 Uhr bin ich aber wieder zurück :)

12:00 Uhr:
Hab doch nicht gedöst, sondern mich im Internet rumgetrieben. Nicht sehr produktiv, aber hat mich genug abgelenkt. Schätze mal, jetzt werde ich den Kinderdieb noch durchziehen, nächste Stunde dann die ersten LB-Fragen beantworten und nach Beendigung des Buches eine zweite Pause einlegen. Durch eine tolle Idee der Mädels aus derLB-Lesemarathon-Gruppe konnte ich gestern nämlich schon ein bisschen vorlesen bzw. vorlegen, sodass Pausen jetzt gar nicht schlimm sind ;)

13:00 Uhr:
Die Müdigkeit hat mich nun doch überrannt und ich habe für zehn Minuten die Augen zugemacht – bis mich der Postbote aus dem Dämmerzustand klingelte und mir ein Päckchen überreichte. Gelesen habe ich 42 Seiten, und wenn ich das Tempo beibehalte, wird es auch noch zwei Stunden dauern, bis ich mit dem Kinderdieb durch bin. Doch kommen wir zu den ersten Fragen:
1. Welches Buch war das erste, das du ganz allein gelesen hast und an dessen Lektüre du dich auch noch gut erinnern kannst? Besitzt du dieses Buch noch?
Konkret an das erste kann ich mich nicht erinnern, aber ich besitze noch einige meiner Kinder- und Jugendbücher. Vielleicht lese ich im Zuge des 24-Stunden-Marathons eines davon mal wieder.
2. Welches Buch war das dickste, das du je am Stück gelesen hast?
Das müsste mit 800 Seiten „Dardamen – Gefährten der Finsternis“ von Chiara Strazzulla gewesen sein. Von der Dame liegt nun auch ein zweites Buch von ungefähr gleichem Umfang bei mir und wartet darauf, gelesen zu werden.

14:00 Uhr:
Das kurze Nickerchen und die Freude über das gelieferte Paket haben mir offenbar neuen Schwung gegeben – 67 gelesene Seiten, und jetzt geht’s ohne langes Gerede an den Schlussakkord des Kinderdiebes, damit ich endlich ein neues Buch anfangen kann ^^

15:00 Uhr:
„Der Kinderdieb“ ist nach weiteren 47 Seiten fertig gelesen und ich lege eine zweite Pause ein, um eine Kleinigkeit zu essen und tatsächlich ein Stündchen zu schlafen. Der Lesestoff für die folgenden Stunden steht auch schon fest, ihr müsst euch aber noch gedulden – ab spätestens 17:00 Uhr bin ich wieder dabei :)

17:00: Uhr
Nach knapp zwei Stunden Schlaf fühle ich mich jetzt ein wenig ausgeruhter und starte mit neuem Elan in ein neues Buch:
„Bevor ich sterbe“ von Jenny Downham, das gestern mit einem Päckchen angekommen ist. Will ich schon länger lesen, daher bin ich sehr gespannt, was mich erwartet. Die kommende Stunde wird wahrscheinlich nicht so ergiebig sein, denn zuerst mach ich mir aber noch eine Kleinigkeit zu essen – schlafen macht hungrig ;) und während ich langsam richtig wach werde, bekommt ihr noch schnell die Antworten auf die nächsten beiden Fragen, bevor ich die Küche und den Kühlschrank stürme:
3. Welches Buch würdest du am liebsten mal in einer Verfilmung sehen?
Das ist eine schwierige Frage, weil ich schon gute und schlechte Literaturverfilmungen gesehen habe. Bei meinen gelesenen Büchern gibt es sicher einiges, was eine Verfilung wert wäre. Festlegen mag ich mich da aber nicht.
4. Welche sind die 3 schlechtesten Bücher, die du je gelesen hast?
Die drei, die mir auf Anhieb einfallen, sind:
„Bis einer weint“ von Frau Meier
„Nebeljunge“ von Elke Keller
„Die Nacht, in der ich verschwand“ von Wolfgang Kirschner

18:00 Uhr:
Die ersten 40 Seiten sind gelesen. Hab mir zur Feier des Tages eine BostonPizza und Pizzabrötchen bestellt. Man gönnt sich ja sonst nichts. Und heute bin ich einfach mal faul. Jetzt warten, dass sie kommt, was jeden Moment passieren müsste, und weiterlesen.

19:00 Uhr:
Pizza war lecker, jetzt bin ich vollgefressen und ein bisschen träge. Hab trotzdem wieder 53 Seiten geschafft und freue mich aufs Weiterlesen. Das Buch ist sicher kein leichtes Thema, aber die Autorin versteht etwas davon, es leicht zu verpacken. Mal schauen, was mich noch erwartet.

20:00 Uhr:
Wieder ist eine Stunde vorbei, wieder sind 56 Seiten gelesen. Beim nächsten Zwischenstand gibt’s wieder zwei Fragen bzw. Antworten für euch :) muss ganz schön unspannend sein, hier immer wieder nur zu lesen, wie viel ich geschafft habe. aber ik kann et nich ändern, so is det nu ma. Bis gleich! ;)

21:00 Uhr:
Mit jeder Seite wird das Buch besser. Erstaunlich, wie sehr das schwere Thema in den Bann ziehen kann, ohne wirklich zu belasten. 59 Seiten weiter und ich nähere mich immer mehr dem Ende. Es ist klar, worauf es hinaus läuft, aber es ist immer noch schön.

22:00 Uhr:
Mir fällt grad auf, dass ich euch vor einer Stunde im Eifer des Weiterlesens die nächsten beiden Fragen unterschlagen habe. Da ich gerade 64 Seiten geschafft habe und damit nur noch knapp 45 bis zum Ende des Buches auf mich warten, schiebe ich die Beantwortung jetzt fix rein, bevor ich mich wieder zu Tessa und ihren letzten Momenten begebe:
5. Von welchem Buchcover bist du zur Zeit am meisten beeindruckt?
Das Cover von „Schattenblüte – Die Verborgenen“ von Nora Melling zieht mich immer wieder in seinen Bann. Es ist mystisch und einfach wunderschön, nicht nur vom Optischen, sondern auch durch die reliefartigen Tautropfen auf den Blütenblättern.
6. Auf welche Neuerscheinung wartest du dieses Jahr am sehnsüchtigsten?
Oh, da gibt’s einige. Katie MacAlister hat ein paar neue Titel, außerdem kommt Sebastian Fitzeks nächster Psychothriller, Dirk Bernemann bringt im Herbst seinen dritten Roman und ich bin sehr neugierig auf die neue Reihe von Charlaine Harris.

22:30 Uhr:
Tessa ist gestorben. Diese letzten 45 Seiten waren die schlimmsten des ganzen Buches. Das muss ich jetzt erstmal sacken lassen und dann werde ich ganz in Ruhe überlegen, welches Buch ich mir als nächstes vornehme. Wenn ich ehrlich bin, habe ich keine wirkliche Lust mehr zu lesen … in die Arme des Liebsten eingraben, meinen Gedanken nachhängen und ihn daran teilhaben lassen, danach stünde mir jetzt eher der Sinn. Morgen ist noch lange hin …

23:00 Uhr:
Eigentlich stand „Still Missing – Kein Entkommen“ von Chevy Stevens für heute nicht auf der Leseliste, das Buch fand erst vorhin über den Postboten den Weg zu mir. Doch nach Tessas Weg brauche ich jetzt etwas Spannung, und das Buch hat bisher gute Kritiken bekommen. Damit sollte ich auf jeden Fall durch die Nacht kommen, und mal schauen, wie weit ich es noch schaffe. Es macht sich gerade eine leichte Lustlosigkeit breit, von der ich hoffe, dass Chevy sie vertreiben kann. Und wenn WordPress endlich mit dem Rummucken aufhört, schaffe ich es vielleicht auch, euch meine Zwischenberichte pünktlich zu übermitteln.

00:00 Uhr:
„Still Missing“ fängt ganz nett an, aber nach 51 gelesenen Seiten kann ich noch nicht in Begeisterungsrufe ausbrechen. Werde noch eine Stunde lesen und dann weitersehen, vielleicht wird’s noch mal Zeit für eine Pause.

01:00 Uhr:
Das Buch hat etwas an sich, das fesselt, aber wirklich mitreißend ist es immer noch nicht. Die Müdigkeit ist stärker und mich jetzt weiter zu drängen hätte keinen Sinn, viel würde ich eh nicht schaffen. Nach 59 weiteren Seiten bekommt ihr jetzt also noch die nächsten zwei Antworten, bevor ich mich ein wenig hinlegen werde.
7. Wie stellst du dir den perfekten Ort vor, an dem du stundenlang lesen könntest?
Ich lieg grad drin ;) Mein Bett oder eben eine andere bequeme Liegefläche, im Sommer gern ein schattiges Plätzchen in einem Park oder ein Platz in meinem Lieblingscafé.
8. Welches Buch hast du schon mehrfach gelesen?
„Den Wolken ein Stück näher“ von Günter Görlich und „Die Möwe Jonathan“ von Richard Bach. Zumindest habe ich die beiden bewusst schon mehrmals gelesen und werde das wohl auch noch einige Male in meinem Leben tun.

06:20 Uhr:
Guten Morgen zusammen! Mein Plan sah eigentlich vor, dass ich ab fünf wieder dabei bin, aber die Wärme des Bettes ließ mich den Wecker einfach wieder ausschalten :D Macht nichts, dann hänge ich einfach noch ein paar Stunden hinten dran – erlaubt ist, was Spaß macht. Und bevor ich gleich wieder durchstarte, bekommt ihr etwas verspätet noch die nächsten zwei Antworten:
9. Von welchem Autor kaufst du jedes Buch (sogar ohne den Inhalt grob zu kennen)?
Das Genre ist auffällig, denn es handelt sich hierbei ausschließlich um Autoren aus dem Thriller- und Krimi-Bereich: Sebastian Fitzek, Andreas Franz, Karen Rose und Karin Slaughter
10. Wie markierst du die Seite im Buch, auf der du gerade bist? Eselsohren , Lesezeichen oder Seite merken?
Lesezeichen natürlich! Und bestimmte Textstellen werden mit kleinen PostIts markiert, damit ich sie für meine Rezensionen schnell wiederfinde.

08:00 Uhr:
Mit 48 gelesenen Seiten starte ich in die letzte Stunde des offiziellen Lesemarathons. Noch immer schafft das Buch es nicht, mich hundertprozentig zu fesseln, hat jedoch sowas unterschwellig Grausames, das einen immer weiterlesen lässt. In einer Stunde gibt’s dann noch die letzten beiden Antworten und ein abschließendes Fazit zu den vergangenen 24 Stunden – bis dahin versuch ich noch ein paar Seiten zu schaffen und zumindest die 800 Seiten zu erreichen :)

09:00 Uhr:
Das war’s mit den offiziellen 24 Stunden. 62 Seiten habe ich in der letzten Stunde geschafft und damit auch die Hälfte des dritten Buches. Zum Abschluss noch die letzten beiden Fragen von LovelyBooks:
11. Wie hoch ist denn eigentlich dein SUB (= Stapel ungelesener Bücher)?
Wenn ich alle Bücher zusammennehme, dürften es so um die 600 Exemplare sein. Darunter aber auch viele, die ich schon gelesen habe und noch einmal lesen möchte, weil sie mich begeistert haben und ich einiges vergessen habe. Und natürlich, um die Rezensionen nachzuholen.
12. Welches Buch sollte deiner Meinung nach jeder mal gelesen haben und wieso genau dieses?
Puh, das ist eine schwierige Frage, auf die mir so spontan keine Antwort einfällt. Ich denke, die Bücher von Dirk Bernemann sind immer einen Blick wert; es ist faszinierend, wie der Autor mit den Banalitäten des Lebens umgeht und sie in Worte zu fassen versteht. Auf ein konkretes Buch kann ich mich hier nicht festlegen, dafür gibt es zu viele Bücher, die mich beeindruckt, gefesselt und nachdenklich gemacht haben.

Abschließendes Fazit:
Von den geplanten 24 Stunden habe ich es geschafft, 15 Stunden tatsächlich teilzunehmen. In diesen 15 Stunden habe ich 787 Seiten gelesen, im Durchschnitt ergibt das knapp 53 Seiten pro Stunde. Ich denke, das ist ein Ergebnis, auf das ich stolz sein kann, und es zeigt, dass ich mein Ziel von 1.000 Seiten sehr wahrscheinlich geschafft hätte. Für meinen ersten 24-Stunden-Lesemarathon finde ich das gar nicht schlecht – das nächste Mal werde ich versuchen, den Freitag vorher mehr zu schlafen, denn das ging dieses Wochenende gründlich schief, weil mein Körper weniger Schlaf gewöhnt ist, als ich ihm Freitag gönnen wollte. Nach der Idee der Mädels aus der LB-Marathon-Gruppe werde ich jetzt allerdings noch so lange weiterlesen, bis meine persönlichen 24 Stunden für dieses Wochenende noch „voll“ sind – bin gespannt, auf welche Seitenzahl ich dann komme.

Mir hat’s auf jeden Fall Spaß gemacht, ich danke LovelyBooks für die tollen Fragen und freue mich darauf, in den anderen Blogs die Berichterstattungen zu lesen. Die sicherlich auch eine gewisse Mitschuld daran tragen, dass ich mein Ziel nicht ganz erreicht habe – Schreiben nimmt halt auch Zeit in Anspruch, die dann beim Lesen fehlt ;) beim nächsten 24-Stunden-Lesemarathon werde ich wohl wieder dabei sein, definitiv aber bei einem der nächsten von der Gruppe geplanten. Irgendwie muss ich ja von meinen vielen ungelesenen Büchern wegkommen, aye?

Meinen Bloglesern möchte ich an dieser Stelle danken, dass sie mir trotz der vielen literaturbezogenen Postings in den letzten Wochen immer noch die Treue halten. Ich verspreche, dies wieder zu ändern und ein gewisses Gleichgewicht zwischen Literatur- und persönlichen Postings zu schaffen.

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