Arschlochtage!

23. Februar 2011 at 09:50 (Gedanken, Leben) ()


Gestern war wieder einer dieser Tage, die man getrost aus dem Kalender streichen kann, trotz der kleinen Mini-Lichtblicke, die ein- oder zweimal aufblitzten. Nachdem der Vorabend schon scheiße lief, ging’s morgens gleich perfekt weiter:
Verschlafen, U-Bahn kommt nicht, S-Bahn streikt, auf dem Weg zum Bus wird sich erstmal hingelegt (ich war halt noch müde *rolleyes*), Chef hat an allem was auszusetzen, vier Leute stürmen auf einmal das Büro und wollen was, und abends dann noch Schule *kotz* na ja, Mathe hab ich ausfallen lassen und Philo war okay.

Momentan hab ich ein verdammt dünnes Fell und bin extrem reizbar. Noch immer Vertretung im Sekretariat zu machen und meine tägliche Arbeitszeit von 7,7 Stunden als eine Richtlinie anzusehen, die mit mindestens einer Stunde überschritten wird, dazu die neuerliche Herausforderung der Abendschule und die dadurch eh schon knapp bemessene Freizeit, die nicht mal wirklich frei planbar ist – wo nichts ist, kann man auch nichts planen – und durch Literatopia-Arbeit sowie Zeit mit meinem Liebsten aufgebraucht wird. Zeit nur für mich bleibt da nicht. Mir fehlt eindeutig ein Ruhepol. Ein, zwei, drei Tage mal ausspannen. Nichtstun. Niemanden sehen. Einfach für mich sein, mal wieder ausreichend schlafen und vernünftig essen.

Beruflich ist zumindest ein Ende in Sicht. Zum 01. April soll die neue Kollegin anfangen, dann arbeite ich sie zwei Wochen ein und über meinen Geburtstag nehme ich dann wohl eine Woche Urlaub. Freiwillig und in gewisser Weise auch gezwungenermaßen, denn meine Chefin sagt, ich brauch dringend Erholung. Derzeit schiebe ich Überstunden über Überstunden, und nur selten gibt es noch Tage, wo ich wirklich sage „yeah, solche Tage darf es öfter geben!“ Aktuell lebe ich nicht, sondern existiere nur. Schlafen, arbeiten, Schule, noch schnell Literatopia-Kram dazwischenquetschen, schlafen. An manchen Tagen schaffe ich es, auch noch Zeit für den Liebsten zu finden, die jedoch beschränkt sich dann meist auf den kurzen Abschnitt zwischen Schule und Schlafen, wenn mal kein Literatopia erledigt werden muss oder schon fertig ist.

Ich kotze. Obwohl mein Magen leer ist. Und der Kopf auch. Obwohl das natürlich nicht stimmt. Vieles bürde ich mir selbst auf, und ich will auf nichts davon verzichten. Nicht kürzer treten. Irgendwie muss ich mir beweisen, dass ich in der Lage bin, das alles zu schaffen. Ohne dass irgendwas darunter leidet. Bis auf mich. Denn ich nähere mich langsam meiner Kräftegrenze und da sind keine Reserven. Wo soll ich die auch verstecken?
Keine Ahnung. Ich hab’s mir ja so ausgesucht. Und wenn ich einfach mal loslassen könnte, Prioritäten setzen würde, dann wäre es sicher auch möglich, etwas Ruhe reinzubringen und in meinem vollgestopften Tag auch noch ein halbes Stündchen nur für mich zu finden. Das Problem: Ich hab keine Zeit zum Sortieren. Welch Ironie.

Wenn ich den heutigen Tag überstanden habe, muss ich morgen noch durchhalten. Dann geht’s in ein verlängertes Wochenende, das jedoch auch nicht unbedingt streßfrei sein wird. Freitag gilt es einiges zu erledigen, von Samstag auf Sonntag dann der 24-Stunden-Lesemarathon, Sonntag schlafen und Montag … hey, Montag könnte ich vielleicht ein wenig ausspannen. Jedenfalls bis zur Schule abends. Aber immerhin.

Genug geschimpft, gemeckert und gejammert auf hohem Niveau. Zurück an die Arbeit. Ist ja auch nicht so, als hätt ich nichts zu tun, nech.

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5 Kommentare

  1. sweetkoffie said,

    Arschlochtage kennt wohl jeder. Ich nenne diese Tage immer: den 8ten Tag der Woche ;-)

    Wenn man sich dann mal so richtig ausgekotzt hat, dann ist es meist nicht mehr ganz so schlimm.
    Hier noch ein Zitat der,von mir so geliebten, Misstits:

    Wenne Mittwoch überlebs, dann is Donnerstach!

    In diesem Sinne wünsche ich Dir einen guten Mittwoch ;:-)
    Sweetkoffie

  2. Fin said,

    Ich sage da mal nichts zu, Du weisst eh, WAS ich Dir sagen würde und auch WIE und WARUM weisst Du sowieso, ob Du es hören willst ist eine andere Sache…

  3. Schattenkämpferin said,

    Sprich dich nur aus, Liebes, sprich dich nur aus. Momentan weiß ich nämlich gar nichts.

  4. Sherry said,

    Wenn Du wüsstest, wie sehr ich das alles nachvollziehen kann… ZUM KOTZEN!

  5. chogaramirez said,

    Arschlochtage hatte ich in letzter Zeit ziemlich viele.

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