soundtrack of a shadow life: „Grace Kelly“

12. September 2010 at 22:16 (soundtrack of a shadow life)


Der zweite Eintrag in dieser Kategorie, den ich auch schon seit einiger Zeit plane, sollte eigentlich einem anderen Song gehören, doch ich habe mich dafür entschieden, nicht gleich wieder ein für mich eher hartes Lied auszuwählen. Man soll ja auch den guten Dingen im Leben eine Chance geben und einen Soundtrack verpassen.

Als ich heute ein wenig aufgeräumt habe, bin ich beim Stöbern auf meiner externen (Musik-)Festplatte über einen Künstler gestolpert, der vom Silberstück liebevoll das „Hochfrequenzmonster aus England“ genannt wurde, als ich mich damals kaum bis gar nicht vom Album losreißen konnte.


zum Songtext

Unmittelbar vor meiner Hamburg-Zeit, oder vielmehr in den letzten Zügen meiner Rostock-Zeit, war es dieser Song, den ich mit Hilfe der Anlage meines engen Freundes und damaligen Gastgebers, bei dem ich unter der Woche wohnen durfte, um bequem zu mehreren geballt stattfindenen Vorstellungsgesprächen und später zur Arbeit fahren zu können, rauf und runter gehört habe. Meinen mickrigen mp3-Player an die riesige Anlage angeschlossen und diese auf volle Lautstärke gestellt, begleitete mich „Grace Kelly“ im Dauer-Repeat-Modus jeden Morgen in den Tag, verschaffte mir gute Laune und Motivation, brachte mich zum Strahlen und Tanzen (mich sah ja niemand in der Wohnung ^^) und ließ mich mit einem guten Gefühl zu den jeweiligen Gesprächen fahren.

Ich verbinde mit dem Song irgendwie alles Gute, was mir Hamburg bisher beschert hat, und auch die „schlechten“ Dinge kann ich mit Hilfe dieses Titels irgendwie gelassener sehen. Vor allem weil er mir zeigt, dass sich der Versuch nicht lohnt, sich zu verbiegen oder verbiegen zu lassen, weil man immer nur selbst entscheiden kann, wie weit man gehen möchte. Man ist selbst für sein Leben verantwortlich und für das, was man aus ihm macht. Die damalige Entscheidung, nach Hamburg zu ziehen und nicht zurück nach Berlin, nicht zurück in den „Schoß der Familie“, hing von vielem ab, war aber letztendlich meine ganz eigene Entscheidung. Und rückblickend, auch nach etwas mehr als zweieinhalb Jahren, kann ich immer noch sagen: Die beste, die ich bisher getroffen habe.

Dass mir der Song immer noch gefällt und mich immer noch zum Tanzen bringt, spricht hierbei wohl für sich. Daher ist es nicht schlimm, dass der zweite Eintrag nun ein anderer geworden ist, als ursprünglich geplant. In der Kategorie ist noch viel Platz und es werden noch viele Einträge folgen, und jeder einzelne Song hat einen besonderen Platz verdient – es gibt also keine spezielle Reihenfolge, jeder bedeutet viel für mich und hat sein Dasein in dieser Rubrik verdient.

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