Emergenza-Nordfinale 05.06.2010 – Der Bericht

2. Juli 2010 at 09:14 (Empfehlungen, Freunde, Konzerte & Co., Leben)


Was lange währt, wird endlich gut – hier ist er also, der langersehnte Bericht vom Emergenza am 05. Juni 2010, bei dem Jamey Rottencorpse and the Rising Dead (neben dreizehn weiteren Bands, von denen hier NICHT berichtet wird) zusammen mit einem (nicht ganz) Millionen-Publikum die Markthalle in Hamburg niederrissen.

Nachdem seit 19:30 Uhr überwiegend Alternative Rock gespielt wurde, die Bands teilweise ziemlich gleich langweilig klangen und nur wenig Abwechslung geboten wurde, durften gegen 23:45 Uhr die Untoten endlich die Bühne entern – mit großem Gebrüll (jetzt weiß ich auch wieder, warum ich danach anderthalb Wochen kaum sprechen konnte ^^) wurde die sechsköpfige Band samt ihrer beiden Tänzerinnen begrüßt. Wie man es nicht anders kennt, floß jede Menge Blut und die Jungs lieferten eine großartige Show für die tobenden Massen vor der Bühne. Auch Leute, die nie zuvor was von Jamey and the Rising Dead gehört hatten, feierten wie die Verrückten und kamen spätestens bei „Somewhere Under The Graveyard“ aus sich raus.
Nach dem Auftritt einheitliche Euphorie unter den Anhängern, die sich sicher waren, dass sich ihre Favoriten eine gute Platzierung erarbeitet haben. Mit ein paar Bieren wurde sich die Zeit bis zur Jury-Verkündung vertrieben, man war ganz entspannt – und dann die Ernüchterung: Außer Wertung.

Obwohl die Jungs nicht mal unter die letzten acht Bands und somit in die Jury-Auswertung kamen, was an der bedenklichen Organisation der Stimmenabgabe lag, kann man den Abend als durchaus erfolgreich für die Band ansehen. Einmal mehr haben sie gezeigt, dass es nicht nur um die Musik, sondern auch um das Drumherum geht – als einzige Band an dem Abend, die wirklich eine Show geliefert hat, sind sie auch ohne Auszeichnung die Gewinner des Abends gewesen. Nicht nur ihre treuen Fans, sondern auch persönliche Gäste meiner Wenigkeit waren vollends vom Auftritt überzeugt.
Dass die Chance auf einen Platz auf dem Siegertreppchen eher gering war, konnte man sich bei dem anwesenden, insgesamt recht jungen Publikum jedoch relativ schnell ausrechnen – alle Bands hatten ihre persönlichen Anhänger dabei, die natürlich für „ihre“ Band gestimmt haben, und viele sind auch gar nicht bis zum letzten Auftritt geblieben, sondern haben blind ihre Zweitstimme abgegeben und sind vorzeitig verschwunden. Auch die Mischung der Musikstile zeigte deutlich, was momentan bei den Kids Jugendlichen angesagt ist: Unter vierzehn teilnehmenden Bands gab es eine Ska-, eine Reggae-, eine Black Metal- und eine Horror-Punk-Band. Der Rest spielte Alternative Rock – noch Fragen?

Orgatechnisch sollte das Emergenza-Team für folgende Wettbewerbe also einiges überdenken, zum Beispiel den Abgabestart der Stimmzettel oder eine Ablöse an der Technik. Alles in allem jedoch ein wirklich lohnenswerter Abend, nach welchem man definitiv davon ausgehen kann, von einigen Bands bald wieder was zu hören – Jamey und Co machen jedenfalls weiter und man darf sehr gespannt sein auf die nächsten Schritte. Momentan wird an neuen Songs gearbeitet und die alten Stücke werden remastered – wird auch langsam Zeit für die EP und das erste Album!

Und ein Hinweis in nicht ganz eigener Sache zum Abschluss für die, die es noch nicht gelesen haben:
Ich plane ein Interview mit der Band oder zumindest ihrem Oberhaupt. Beteiligt euch!

3 Kommentare

  1. Cox said,

    Hallo Schattenkämperin,

    sehr guter Bericht und gute Einschätzung der Organisationsmängel bei dem Emergenza Finale. Auch ich warte schon lange auf eine CD damit ich bei Autofahrten endlich mal gute Mucke hören kann. Hoffentlich kannst Du Jamey und die Band bald erwischen, ich bin schon sehr gespannt auf das Interview. Die sollen ja immer bei open-air Festivals nach neuen Opfern suchen, viel Glück.
    Greetings to all fans.
    Sirod

  2. derb said,

    ok, here me go :
    Die Frage ist ob die Sprache (ausdrucksweise) dieser horrenden G E S T A L T E N auch verstanden werden kann, der Drummer z.B. hat permanent FLEISCH im Mund und treibt sich nur auf kleinen fiesen Underground Emo GIGS rum !
    Abschließend zum Bericht sollte noch erwähnt werden das die HARDCORE FANS von Jamey permanent versucht haben die anderen Bands einzuschüchtern mit Sprüchen wie :“EH,DU: IHR BRAUCHT GARNICHT ERST AUFBAUEN!“ Das hat mir persönlich am besten gefallen ;D GgggrrroOOAARRR !

  3. Schattenkämpferin said,

    Es gab Fans, die die anderen Bands einzuschüchtern versuchten? o.O Wie unfair!

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