Kamelot, 09.04.2010, Markthalle Hamburg

11. April 2010 at 14:53 (Empfehlungen, Geschwafel, Konzerte & Co., Leben)


… sometimes I tremble like a little child
that faces morning with a broken smile
sometimes I crumble when the shades unfurl
sometimes I feel that I could rule the world …

(Kamelot – Rule The World)

Hey ihr Lieben,

bevor ich gleich zu Unheilig fahre und mal schaue, was die live so können, möchte ich euch noch den Konzertbericht von Freitag zukommen lassen. Den ich eigentlich gestern schreiben wollte, es auch wirklich vorhatte, aber aus verschiedenen Gründen dann einfach nicht geschafft habe. Macht nichts, ihr seid ja sehr geduldige Menschen ;)

Fast zwei Jahre nach meinem ersten Kamelot- (und auch überhaupt Metal-) Konzert kamen die Jungs also endlich wieder nach Hamburg. Meine Begleiterin und ich waren schon knapp anderthalb Stunden vor Einlassbeginn da und stellten fest, dass es gereicht hätte, erst halb sieben aufzutauchen. Letztlich waren wir dann aber doch froh, so früh da gewesen zu sein, denn wir hatten die besten Plätze ever ^^
Bereits vor zwei Jahren hatte ich das unheimliche Glück, in der erste Reihe zu stehen, zwar links vom T-Ausschnitt, aber trotzdem ganz nah dran. Dieses Mal sicherten wir uns ebenfalls Plätze in der ersten Reihe. Mittig vor dem T-Ausschnitt, also direkt vor Khans Mikro – und es gab keine Absperrung. Ihr könnt euch also vorstellen, WIE nah ich Khan wirklich kam. (Wer das nicht kann, sollte definitiv einen Blick ins Fotoalbum werfen!)

Aber bevor Khan und seine Jungs kamen, erwarteten uns erstmal zwei Vorbands. Von der einen hatte ich noch nie was gehört und war denen gegenüber auch recht unemotional. Adagio haben sehr gute Stimmung gemacht. Als Anheizer waren die genau richtig, und ich glaube, von denen könnte man sich durchaus auch mal ein Einzelkonzert anschauen. Zwar hörte man das Keyboard sowie den Gesang der beiden Background-Sänger nicht wirklich, aber musikalisch haben die sehr viel Spaß gemacht. Die Jungs bekommen von mir definitiv eine Empfehlung!
Die zweite Vorband kam mir bekannt vor, aber bewusst habe ich die noch nie gehört – werd ich auch in Zukunft nicht *g* Leaves‘ Eyes bestachen wahrscheinlich vor allem durch die blonde Frontfrau, bei der ich öfter den Eindruck hatte, dass ihr rotes Corsagendings zu eng geschnürt war und sie kaum oder nur schwerlich Luft bekam. Musikalisch waren sie sehr schlecht abgemischt, wobei es natürlich auch sein kann, dass das einfach so sein sollte. Beeindruckend waren für mich einzig und allein die knapp 1,50m-langen Haare des „Sängers“ – Foto gibt’s im Album :)

Kommen wir also zum wichtigsten Punkt des Abends: Hauptact Kamelot
Nachdem ich den Jungs ja nun vor zwei Jahren schon gesehen habe, waren meine Erwartungen verhältnismäßig groß. Ich war unheimlich gespannt, ob sie mich wieder so beeindrucken würden, und von meinem best place ever hatte ich natürlich die beste Sicht. Obwohl ich – durch meine seit Monaten anhaltende Alternative-Rock-Versessenheit – die Songs zwar kannte, aber nicht mehr hundertprozentig (eigentlich kaum noch :/) mitsingen konnte, hatte ich jede Menge Spaß. Dadurch, dass auch ein paar neue Titel gespielt wurden, konnte ich meine Textunsicherheiten auch gut vertuschen. Trotzdem war’s ganz schön peinlich, in der ersten Reihe zu stehen, zwar tierisch abzugehen und die Haare zu schütteln, aber nicht mitsingen zu können, als Khan (ganze drei Mal!!!) vor mir niederging, meine Hand griff, mir direkt in die Augen sah und munter weitersang. Beim dritten Mal wäre ich gerne im Boden versunken *lach*

Großartig und überaus erwähnenswert sind die beiden Gastsänger gewesen: Elize und Jake von der Band Amaranthe. Elize bekam die Möglichkeit, einen kompletten Song mit Khan auf der Hauptbühne zu performen, Jake kam (sehr zum Leidwesen der weiblichen Anwesenden *hust*) leider nicht von der Podestbühne runter, um der Masse vor der Bühne die Hand zu schütteln. Das wäre, neben den eigentlichen Bandmitgliedern, doch sehr nett gewesen ;)
Alles in allem war das Konzert perfekt. Die Stimmung des Publikums, zumindest links, rechts und direkt hinter mir, war großartig, die Lichtershow setzte die Band toll in Szene, die Songs waren richtig gewählt und passten zueinander, die Bühnenpräsenz war vollständig vorhanden und das Publikum wurde von allen Bandmitgliedern wunderbar einbezogen.

Danach war ich zwar ziemlich im Eimer, spürte meine Knie nicht mehr und konnte nicht einmal mehr krächzen, bin aber mit erfolgreicher Ausbeute in Form einer Wasserflasche, der Setlist und eines von Khan benutzen Bierbechers sehr glücklich nach Hause gefahren. Nach den letzten, emotional sehr anstrengenden zwei Wochen war dieses Konzert ein gelungener Abschluss der schlimmen Phase – aber ich bin davon überzeugt, dass Kamelot mich auch ohne diese wieder beeindruckt hätten.
Anfang August spielen sie wieder auf dem Wacken-Festival, und dieses Mal hoffe ich, dass meine Mädels mich wecken und mitnehmen – vor zwei Jahren habe ich den Auftritt nämlich verschlafen ^^

Und für alle, die neidisch sein wollen, habe ich natürlich die Fotos vom Konzert hochgeladen: Zum Fotoalbum

Jetzt muss ich los, damit ich für das Unheilig-Konzert auch einen guten Platz ergattern kann – zwar nicht für Fotos, erste Reihe muss bei denen nicht sein, aber für Videos, um mein YouTube-Konto mal wieder füttern zu können. Ist ja nicht so, dass ich nicht noch genug Konzerte hier habe, die erstmal hochgeladen werden müssen …
Wünsche euch einen tollen Nachmittag!

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2 Kommentare

  1. Nenny said,

    Wir haben dich 2008 nicht geweckt…? Ui, dann hatte das einen Grund – oder wir waren betrunken. Wahrscheinlich beides *grinst*
    Allerdings – und das hatte ich glaube ich schon mal erwähnt – hast du in Wacken nichts verpasst. Eigentlich kannst du sogar froh sein, dass du nicht da warst, denn so fragst du dich nicht (auch noch fast zwei Jahre danach) „Was zur Hölle…?!“.
    Ich kenne die Jungs, hab‘ sie mittlerweile mehrmals live gesehen und weiß, dass sie definitiv gut sind. Die gehören mit zu den besten Live-Bands, meiner Meinung nach. Aber in Wacken…? Lady, du hättest genauso wie Jacqui und ich da gestanden und dich gefragt, was die Band da macht. Was sie Tontechniker da machen. Ob überhaupt jemand der Beteiligten gerade eine Ahnung von dem hat, was er tut – oder eher tun sollte.

    Ich will die Jungs nicht schlecht machen – denn das sind sie nicht – aber Ehrlichkeit muss sein, besonders, wenn’s um Musik geht. Und nach dem 2008er Auftritt kann es dieses Jahr ja nur arschgeil werden! Und wir wecken dich, versprochen (:

    Knutsch dich! :o*

  2. mel said,

    NICE, NICE mein klener Nachtschwärmer ;P

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