Warum bin ich so fröhlich?

6. April 2010 at 23:53 (Gedanken, Leben)


Manchmal macht das Leben Spaß! Und zwar aus völlig unerfindlichen Gründen.
Ich nehme allerdings an, dass mein Absturz gestern Abend während und vor allem nach dem Kaddish in der AFC-Sendung vom SirAriell viel dazu beigetragen hat, dass der heutige Tag ein angenehmer war. Vielleicht war der gestrige Weinkrampf, wodurch auch immer ausgelöst (ich weiß es natürlich, es spielt aber für euch keine Rolle), notwendig, um den Knoten zu lösen, der sich seit Tagen dort zusammenbraute und mir das Atmen schwer machte. Heute früh beim oder nach dem Aufwachen ging es mir jedenfalls definitiv besser, obwohl ich ziemlich beschissen geschlafen habe. Mal wieder.

Und das, obwohl der erste Blick auf mein Handy ging und mich dort nichts erwartete. Selbiges galt für mein Mailfach. Das Seltsame daran: Es machte mir nichts aus. Vielleicht, weil ich insgeheim sowieso damit gerechnet hatte, keine Reaktion zu bekommen. Oder jedenfalls nicht so schnell. Vielleicht aber auch, weil ich die Mail zum Teil für mich geschrieben habe. Es fühlt sich anders an, wenn man es einmal aufschreibt und wirklich vor Augen hat. Realer.

Mein Tag war außerdem vollgepackt bis oben hin und ich hatte dabei trotzdem genug Freizeit, um meinem Hobby zu frönen – an der frischen Luft und in der Sonne! Ja, ernsthaft, ich war draußen, mehrere Stunden am Stück, und hab mich von der Sonne wärmen lassen. Äußerlich UND innerlich. Dabei habe ich ein tolles Buch fertig gelesen, für das inzwischen auch eine tolle Rezension online ist. Wer nicht bis zum Rückblick warten will, kann ja schauen, ob er den Neuling in der Linkliste links findet :P

Weiterhin wurde ich von der Personalvermittlungsfirma angerufen, bei der ich mich letzte Woche vorgestellt habe. So schnell eine Rückmeldung zu bekommen, das hat mich doch ein wenig überrascht. Der Mitarbeiter, mit dem ich Dienstag gesprochen habe, meinte nämlich, dass der Kontakt aus der Firma, in die ich vermittelt werden soll, nur schwer zu erreichen ist. Anscheinend hatte der auch einen guten Tag ;) Wie dem auch sei, nächste Woche Mittwoch darf ich mich um 14 Uhr dort vorstellen. Ich hoffe auf alle verfügbaren Daumen, die ihr auftreiben könnt, denn es wäre nahezu grandios, wenn ich endlich wieder arbeiten könnte.

Nachdem dann meine Nachhilfestunde mehr oder weniger ausgefallen ist, weil meine Nachhilfeschülerin und ich uns angeblich verpasst haben (ich saß ’ne halbe Stunde vor der Staatsbibliothek, also echt …), hatte ich noch zusätzliche Freizeit, die ursprünglich nicht geplant war. Also suchte ich mir ein nettes Café, gönnte mir einen Vanilla Latte und schrieb oben genannte Rezension. Irgendwie schade, dass ich schon fertig bin mit Lesen und dass es der letzte Teil dieser Trilogie war, die fand ich echt gut. Werd ich wohl noch mal lesen müssen *g*

Mein Abendprogramm bestand dann aus dem Besuch einer Veranstaltung der Hamburger Uni für Interessierte zum Thema „Berufsfelder für Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftler“ – ja, wirklich, genau so lautete der Titel. Der Pförtner war zwar ziemlich dämlich und hat nicht verstanden, dass ich NICHT in die Vorlesung wollte, die normalerweise in Hörsaal J stattfindet und in einen anderen Hörsaal verlegt wurde, sondern wirklich dieser Vortrag in Hörsaal J mein Besuchsgrund war. Dadurch habe ich die ersten zwei Minuten verpasst – ganze drei Mal war ich bei dem Mann, um noch mal ganz genau nachzufragen … Männer.
Die Veranstaltung selbst war unheimlich informativ und ich freue mich schon jetzt auf das Studium, wenn ich denn in anderthalb Jahren meine Abi-Prüfungen alle gut schreibe und in zwei Jahren meinen Abi-Ball feiere *g* Hab jede Menge Infomaterial mitgenommen, das ich die nächsten Tage mal genauer sichten werde, und bin gespannt auf die offenen Vorlesungen, die in den nächsten Wochen und Monaten am Donnerstagnachmittag angeboten werden und von denen einige sehr interessant klingen. Mal schauen, welche ich wahrnehmen kann – ist ja auch davon abhängig, ob ich die Stelle kriege oder nicht.

Nach dem Vortrag, der kürzer dauerte als gedacht, habe ich mich dann spontan noch entschieden, doch in die Schule zu gehen – lag ja um die Ecke, und da ich Freitag schon den Deutsch-Unterricht schwänze, um mir zum zweiten Mal Kamelot in der Markthalle anzuschauen, regte sich doch ein bisschen das schlechte Gewissen. Und es hat sich sogar gelohnt, der Unterricht hat wirklich Spaß gemacht.

Alles in allem war also ein guter Tag. Sonne am Himmel und auch im Herzen. Jetzt bin ich völlig erschlagen von der vielen frischen Luft und der vielen Bewegung, die ich heute hatte. Werde also alsbald in mein Bett verschwinden, ein neues Buch anfangen und wahrscheinlich darüber einschlafen, bevor ich das erste Kapitel durchhabe. Ist das ein schöner Gedanke: Einschlafen, ohne sich vorher kaputt zu grübeln.

Ihr ahnt wahrscheinlich, was jetzt kommt.
Genau, ein Song. Und zwar das Original ohne Quietschestimme ;)


zum Songtext

Wünsch euch allen eine erholsame Nacht und morgen einen wundervollen Tag – nicht mal die Aussicht auf die morgigen jeweiligen Doppelstunden Mathe und Physik kann mir grad die Laune verderben – ist das herrlich!

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4 Kommentare

  1. Sherry said,

    Ich wünsche Dir super viel Erfolg für Dein Vorstellungespräch. Auf dass Du in der nächsten Zeit öfter so guter Laune bist!

  2. Schattenkämpferin said,

    Danke dir, Sherry :)
    Schlaf du zur Abwechslung mal!

  3. Fin said,

    Du wirst lachen…der Song ist einer meiner hm…ca 800 Favs in meinen youtube-Konten ;)

    Alle Liebe für Deinen tag heute, bis später

    Fin

  4. wolfschatten said,

    Hey meine Liebe,
    als ich den Titel Deines Blogs gesehen habe, musste ich, ungelogen, direkt an Alfred J. Kwak denken. *lach*
    Ich freue mich, das es Dir, trotz des „Absturzes“, so gut geht.

    Geniesse den Tag, ich denk an Dich
    D.

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