Arbeits-Wochenende
Nach einer arbeits-, streß- und ärgernisreichen Woche ist nun Freitagabend und man sollte meinen, dass man nach solch einer Woche endlich mal ein bisschen zur Ruhe kommt und sich entspannen kann. Doch weit gefehlt – denn gestern Mittag rief die Spediteur-Firma von Quelle an und teilte mir mit, dass die Herren am Montag zwischen 07:00 und 13:00 Uhr meinen neuen Schlafzimmerschrank liefern würden. Das an sich ist noch nicht das Problem, die bauen den ja nicht gleich auf (wäre teurer geworden). Aber die Kris (ich berichtete im WG-SitIn-Post) hat sich bereit erklärt, mir beim Aufbau zu helfen, und zwar am Mittwoch nach der Arbeit.
Auch das ist noch kein Problem, denn eigentlich bedeutet ein neuer Schrank ja nur, dass man den alten ausräumt, auseinanderbaut und entsorgt, um anschließend den neuen aufzubauen und einzuräumen. Eigentlich, denn Angel muss natürlich wieder alles auf einmal machen. Ihr erinnert euch an meinen Silvesterabend, den ich mit Streichen des Wohnzimmers verbrachte? Nun ja, die Renovierung des Schlafzimmers steht noch aus, weil ich damit warten wollte, bis der neue Schrank kommt. Allerdings ging ich davon aus, dass ich da mindestens eine Woche Vorlaufzeit hätte, wie auch beim Kühlschrank (da waren’s anderthalb Wochen, wegen der Weihnachtsfeiertage), sodass mir zwei Wochenenden zur Verfügung stünden, um erst aufzuräumen und dann die Streicharbeiten zu erledigen.
Das bedeutet also für mich, dass ich den heutigen Abend damit verbrachte, das Schlafzimmer aufzuräumen – wer mich kennt, der weiß, wie’s um meine Ordnung gestellt ist. Zweieinhalb Stunden habe ich damit verbracht, jetzt ist der Schrank aber auch schon leer, sodass ich den morgen früh auseinander nehmen und in den Keller bugsieren kann, vorher wird sämtlicher anderer Kram in Wohn- und Arbeitszimmer verteilt, und anschließend werde ich den ersten Anstrich vornehmen. Die Nacht verbringe ich dann im Wohnzimmer, da freue ich mich schon unheimlich drauf ~.~ Ich liebe meine Katzen, aber nachts werden die oft erst richtig aktiv und die Couch ist nicht so bequem wie mein Bett. Sonntag folgt dann der zweite Anstrich, der abends dann hoffentlich soweit trocken ist, dass ich das Bett wieder hinstellen kann und ohne Vergiftung durch Farbdämpfe die Nacht von Sonntag auf Montag im Schlafzimmer schlafen kann. Sonst weiß ich schon jetzt, dass der Montag die reinste Hölle wird.
Wenigstens kann ich morgen direkt mit der Farbe arbeiten, die ich mir ausgesucht hab. Anders als im Wohnzimmer, das immer noch auf das Bordeauxrot wartet, weiß ich im Schlafzimmer ganz genau, was ich haben und machen will. Ich schätze, bis ich das Wohnzimmer dann wirklich auch endlich fertig habe, wie ich mir das vorstelle, ziehen noch mal ein oder zwei Monate ins Land. Und was ich mit dem Flur und dem Arbeitszimmer anstelle, weiß ich auch noch nicht. Falls wer tolle Ideen hat, immer her damit. Die Wände sind in beiden Räumen momentan schlicht weiß; im Arbeitszimmer liegt blauer Strukturteppich (etwas heller als das Blau, das ins Schlafzimmer an die Wand kommt) und im Flur hat der Vormieter schwarzgraue Fliesen verlegt.
So. Und weil ich morgen viel vor und eine anstrengende Woche hinter mir habe, werde ich mich jetzt unter meine Bettdecke kuscheln und noch was lesen, bevor ich dann wohl bald ins Traumland verschwinden werde, damit ich morgen früh auch rechtzeitig hoch komme. Wer mag (und kann), kann ja gegen acht, halb neun, neun mal durchrufen ^^ vielleicht bin ich da schon auf den Beinen. Hab’s mir jedenfalls fest vorgenommen.
Euch wünsch ich ein ruhiges Wochenende, schlaft doch für mich bitte die eine oder andere Stunde mit!
Zwei Seiten einer Medaille
Heute kurz nach Feierabend (also nach den Überstunden) hab ich ein Dreifach-A-Lob vom Chef bekommen: Arbeit, Außenwirkung, Aussehen/Auftreten.
Nun, ich reiß mir (schon wieder) seit zwei Wochen tierisch den Arsch im Büro auf, schiebe Überstunden ohne Ende und mach mir Zuhause auch noch Gedanken um diverse Projekte bzw. Problemlösungen.
Zudem gab es wohl Rückmeldungen von Geschäftspartnern, mit denen ich öfter mal telefoniert habe, dass ich am Telefon sehr nett, zuvorkommend und kompetent wäre. Dies wurde auch durch meine Chefin schon mal direkt an mich rückgemeldet.
Und zu guter Letzt habe ich meinen Kleidungsstil mal wieder ein klein wenig geändert, wenn auch nicht ganz freiwillig, weil mir Ende des Jahres innerhalb kürzester Zeit gleich zwei Jeanshosen an nicht so vorteilhafter Stelle (für ein Geschäftsführungssekretariat) gerissen sind und ich so gezwungen war, mir neue Hosen zu kaufen, die ich im Büro tragen kann. Und ich habe Lust bekommen, mich morgens ein wenig zurecht zu machen. Na ja.
Und trotzdem … muss ich jetzt grad mal frusten:
Für meine Kollegin und die neue-alte Sekretärin, die jetzt aus dem Mutterschutz wieder da ist, bin ich momentan sowas wie der Sekretariats-Mülleimer – ich hab eigentlich nur noch drei Arbeitsbereiche, die zum Sekretariat gehören: Diktatbänder (weil die neue-alte ganz schlimm schwerhörig ist), Betreuung von Praktikanten und Hospitanten, Telefonate am Nachmittag (die neue-alte ist nur halbtags da, nachmittags darf ich dann ins Sek-Büro, während ich vormittags bei der Projektassistenz im Büro meinen Arbeitsplatz habe).
So, ich habe mich also schon vor drei Wochen damit abgefunden, dass man mir sämtliche Verantwortlichkeiten abgenommen und an die neue-alte übertragen hat. Doch damit nicht genug, nein, jetzt wird mir auch noch die Nacharbeit der Diktatbänder abgenommen und Praktikantenanfragen landen auch nicht gleich bei mir auf dem Tisch, sondern werden ohne mein Wissen erstmal unter der Hand verhandelt und es werden Zusagen getroffen, die gar nicht mit mir abgestimmt sind, obwohl ICH den Praktikantenplan bei mir habe. Und dann wundert man sich, warum die Zeiträume kollidieren.
Dazu werden mir immer noch Botengänge auferlegt, die reine Sekretariatsarbeit beinhalten. Ablage, die gemacht werden muss, wird mir vormittags ins Fach gelegt, obwohl die neue-alte Kollegin, die das jetzt machen soll, noch da ist – ich nehme den ganzen Haufen Papier dann mittags, wenn ich umziehe, wieder mit nach vorne, um den Kram in die vorgesehenen Ordner abzulegen. Ausgeliehene Ordner soll ich zurückfordern bzw. auch erstmal rausfinden, wohin die überhaupt verschwunden sind. Mir werden zu kopierende Sachen in die Hand gedrückt, obwohl ich mitten im Gespräch mit meinem Chef bin und meine Kollegin privat telefonierend an ihrem Arbeitsplatz sitzt. Und so weiter.
Was regt die sich denn so auf?, wollt ihr wissen?
Ganz einfach: Ich bin keine Praktikantin für Botengänge – mal was abholen ist okay, weil ich eh durch die Projekte immer mal wieder auf dem Gelände unterwegs bin. Ich bin auch keine Sekretariatsgehilfin, die die Drecksarbeit erledigt, auf die alle andern einfach keinen Bock haben. Was ich ebenfalls nicht bin, ist ohne Arbeit, wenn aus dem Sekretariatsbüro nichts kommt. Im Gegenteil, ich hab den Arsch voller Arbeit; weiß nicht, wo ich anfangen geschweige denn aufhören soll oder wo vorne und hinten ist. Arbeite an vier bis fünf Sachen gleichzeitig und dann kommen noch Telefonate, Mails und „Laufkundschaft“ dazu, die auch alles sofort erledigt haben wollen. Ist nun wirklich nicht so, dass ich Däumchen drehe, mir die Nägel lackiere oder in der Bunten lese – nein, ich werde in die Projektassistenz eingebunden, wie es auch von Chefin angedacht, aber – haltet euch fest – gar nicht kommuniziert war. Jedenfalls nicht mit der Projektassistenz.
Kurzum: Ich bin kurz vorm Amoklaufen, und trotzdem habe ich immer noch Spaß an der Arbeit. Es ist viel Streß, aber ich lerne auch viel; und ich will auf jeden Fall noch wenigstens drei Jahre da bleiben, bis ich die Abendschule fertig habe.
Aber manchmal … manchmal gibt es einfach Tage (oder Wochen …), wo ich am liebsten immerzu gegen die Wand rennen will ![]()
Girlie-Pop
Eigentlich ist das ja so gar nicht meine Musik, aber als ich eben über diese Gruppe und diesen Song gestolpert bin, musste ich tatsächlich mitnicken und so. Ich seh’s schon kommen, dass ich morgen einen Ohrwurm habe ^^
Fräulein Wunder – Wenn ich ein Junge wär’
Und hier gibt’s mehr von den Mädels.

