Jahresrückblick 2008 – Ein Stöckchen

31. Dezember 2008 at 23:55 (Gedanken, Geschwafel, Leben, Stöckchen)

Zum Jahresabschluss möchte ich euch ein letztes Stöckchen unterbreiten, welches ich bereits Anfang des Monats bei der Elfenkönigin gefunden und ausgefüllt habe.
Auch wenn ich beschlossen habe, dieses Silvester alleine Zuhause zu verbringen, um meinen Katzen Beistand bei der unnützen Knallerei zu geben und mir außerdem Zeit für mich zu gönnen, heißt das ja nicht, dass ich den ganzen Abend am PC sitze, nech. Wer nun denkt, dass ich wenige Minuten vor Mitternacht am Silvesterabend nichts Besseres zu tun habe, als einen Blogeintrag zu verfassen und blöde Stöckchenfragen zu beantworten, dem sei gesagt, dass es hier Funktionen gibt, die mir erlauben, bestimmte Daten und Uhrzeiten für jeden einzelnen Post festzulegen – wenn ich wollte, könnte ich bereits heute einen Post für meinen sechzigsten Geburtstag schreiben :)

Nun denn, bis dahin ist noch etwas Zeit, jetzt geht’s erstmal an die Fragen, die das Jahr 2008 für mich abschließen sollen.

Vorherrschendes Gefühl für 2009?
Ungewissheit, Vorfreude, ein wenig Angst

2008 zum ersten Mal getan?
Wacken besucht

2008 nach langer Zeit wieder getan?
Wirklich mit dem Bloggen wieder angefangen und außerdem Spaß an diversen Dingen gehabt.

2008 leider gar nicht getan?
Öhm. Reich geheiratet?

Wort des Jahres?
Muss ich mich auf eins festlegen? Darf’s eine Wortgruppe sein?
Dann ganz klar: „Das spaltet voll das Gruppenklima, Jess!“ (irgendwer aus dem Lager, W:O:A ‘08)

Zugenommen oder abgenommen?
So ohne Waage im Haushalt sag ich mal: Zugenommen, aber es steht mir :)

Stadt des Jahres?
Hamburg!

Alkoholexzesse?
Ähm, ja, mehrere.

Davon gekotzt?
Kann schon sein *hust*

Haare länger oder kürzer?
Ende November endlich abschneiden lassen – also kürzer.

Kurzssichtiger oder Weitsichtiger?
Laut Betriebsärztin guck ich ganz fantastisch.
In Bezug auf meine Pläne eher weitsichtig.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Im Vergleich zu was oder wann? Definitiv wieder mal viel zu viel. Aber im Großen und Ganzen denke ich, dass das Geld gut investiert war.

Höchste Handyrechnung?
Hm, kann ich mich nicht erinnern, da ich seit Februar Handy, Festnetz und Internet über ein und denselben Anbieter laufen lasse. Kann aber nicht viel gewesen sein, mit dem Handy telefonier ich nicht viel, jedenfalls nicht auf meine Kosten ;)

Krankenhausbesuche?
Ich arbeite in einem Krankenhaus ;)

Verliebt?
Ich dachte, ich war’s. Hab aber falsch gelegen. Zwei Mal.

Getränk des Jahres?
Kirschmet *Herzchen inne Augen hat*

Essen des Jahres
Dosenkartoffelsuppe und Grillzeug \m/

Most called persons?
Müsste ein Berliner gewesen sein. Ich telefonier nicht so gerne.
Und meine Mum.

Die schönste Zeit verbracht mit?
Den Spagallos von Nennys Clique – das war die großartigste Woche des Jahres!

Die meiste Zeit verbracht mit?
Den Kollegen im Büro, den Leuten im Literaturforum und mir selbst.

Song des Jahres?
Uff. Da müsst ihr einen Blick in meine Last.FM-Jahrescharts werfen.

CD des Jahres?
Wahrscheinlich irgendein Metal- oder Rock-Zeug. Wobei die Scheiben von Il Divo in den letzten Wochen wahrscheinlich einen echten Sprung gemacht haben. Ich hör so viel Musik, da kann alles dabei sein.

Buch des Jahres?
Hier gilt das Gleiche – Lesen gehört zu meinem Leben, wie soll ich mich denn da auf ein einziges Buch festlegen? Als Letztes hab ich Beim Leben meiner Schwester von Jodi Picoult gelesen, das hat mich ziemlich beeindruckt. Außerdem bin ich dieses Jahr über zwei nette Fantasyreihen gestolpert, die ich auch ziemlich toll fand (und auch direkt weiterempfohlen und ausgeliehen hab *gen Berlin schielt*).

Film des Jahres?
Der Baader-Meinhof-Komplex

Konzert des Jahres?
Wacken 2008 \m/

TV-Serie des Jahres?
*lol* Ja nee, is klar.
Ohne TV davor muss ich gestehen, dass ich OC-California-süchtig war. Zwei Mal alle vier Staffeln hintereinander weg, natürlich mit Schlaf-, Essen- und Arbeits-Unterbrechung. Saturn war schuld, die haben die DVD-Boxen verkauft.

Erkenntnis des Jahres?
Erst durch das Was kann man das Wie definieren.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Verdacht auf Blinddarmentzündung, Ärger mit diversen Leuten, eine bestimmte „Beziehungs“erfahrung.

Nachbar des Jahres?
Kein Nachbar, aber der Hauswart, der sein Büro nur zwei Türen weiter hat. Der hat mir nämlich einen Herd gebracht, die Spüle eingebaut und meine Waschmaschine angeschlossen. Einfach so – nach Feierabend!

Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
Ohje. Hab ja einige getroffen. Aber am besten war wahrscheinlich die, mich endlich für die Abenschule anzumelden. So auf lange Sicht jedenfalls *g*

Schlimmstes Ereignis?
verarscht zu werden

Schönstes Ereignis?
festzustellen, dass wahre Freundschaft noch existiert und auch über kilometerweite Entfernung funktionieren kann

2008 war mit einem Wort?
veränderungsreich.

Tja, das ist mal etwas anderes als der Jahresrückblick, den ich letztes Jahr geschrieben habe. Warum denn viele Wort verschwenden, wenn es so wenige auch tun?
Ich möchte mich abschließend bei all denen bedanken, die mich unterstützt haben – sei es durch das Lesen dieser Einträge, durch Kommentare, durch Mails und ICQ-Nachrichten, SMS, Bilder, Schokoladenkuchen und, und, und.

Einen großartigen Start ins neue Jahr für euch alle, wir lesen uns auf jeden Fall an dieser Stelle wieder. Es kommen harte Zeiten auf uns zu, aber was uns nicht umbringt, macht uns noch stärker.
Frohes Neues – ich lasse eine Rakete für euch steigen!

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Literatopia-Weihnachtspost

24. Dezember 2008 at 17:25 (Gedanken, Leben, Zitate & Co.)

Übermüdet, krank, gehetzt und viel zu spät holte ich auf dem Weg zum Treffpunkt der Mitfahrgelegenheit noch schnell meine Post aus dem Briefkasten – und ein leises Lächeln stahl sich auf mein Gesicht. Denn neben der Benachrichtigung, dass am 5.1. meine Kühl-Gefrier-Kombi geliefert wird, fand ich außerdem noch einen Briefumschlag mit einem blauen „Priority Prioritaire“-Aufkleber und ohne Absender vor. Erster Gedanke: „Vielleicht ist der Tag doch gar nicht so schlecht.“ und der Umschlag landete erst einmal in der Manteltasche, weil ich an die anderen grad nicht ran kam.

Der Bus fuhr mir vor der Nase weg und ich war erneut gefrustet, stellte die Reisetasche ab und vergrub die Hände in den Manteltaschen – wo ich wieder den Umschlag fühlte. Ich holte ihn hervor, drehte ihn hin und her und öffnete ihn schließlich vorsichtig.
Zum Vorschein kam eine rote Karte mit weißen Querstreifen und Sternen, auf der „Frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr“ steht, außerdem hängt ein Stern aus weißem Filz an einem roten Bändchen daran.
Als ich die Karte aufklappe, fällt mir ein Zettel entgegen, den ich erst einmal hinter die Karte klemme, um den Kartentext zu lesen. Da steht in feinen, schwarzen Kugelschreiberlettern – die Schrift ist sehr klar, besonders der Bindestrich in Form eines Istgleich-Zeichens fällt mir ins Auge – folgender Text:

Liebe AngelOfShadow!

Friedliche, schöne Weihnachten und einen guten Rutsch!
Ich weiß, du hast viel vor im neuen Jahr und ich wünsche dir dafür das Beste.

Weihnachtsgrüße aus Literatopia.

Weiter geht’s mit dem A5-Zettel, der wohl früher A4-Format hatte, jedenfalls deutet die rechte Kante darauf hin ;o)
Darauf ist folgender Text zu lesen:

Gedanken(bilderalbum)

Kerzen und Nüsse, Leuchtketten im Regen.
Ein Lichterfeiern, dem Jahresende entgegen (früher
galten die Tage zwischen dem Heiligen Abend
und dem 6. Jänner mancherorts als eigener
Monat – das 13. Monatsgehalt zwischen den
12 Rauhnächten).
Man darf auch hinterfragen. Ein bisschen Schnee
aus der Ferne und die Dunkelheit im Kauf-
rausch am späten Nachmittag.
Weihnachten kann Anlass, muss nicht Grund
sein.
Im Blau der Dämmerung der gelbe Schein und
die Menschen, die Kinder.
Weihnachten muss gedeutet werden, von jedem
für sich, sonst ist es bedeutungslos.

Die ganze Fahrt von Hamburg nach Strausberg habe ich vor allem über den vorvorletzten und letzten Satz nachgedacht, und ich habe mich unter anderem gefragt, warum ich so tolle und nachdenklich machende Post bekomme. Wahrscheinlich auch als Anstoß, meine Einstellung zu Weihnachten zu ändern – schauen wir mal.

Ich schicke einen herzlichen Dank nach Österreich, auch wenn ich gar nicht weiß, ob betreffende Person meinen Blog überhaupt liest.
Allen andere, sofern erwünscht, nette … na ja, zumindest überstehbare Feiertage. Ich werd wohl im Laufe der Zeit meines Pflichtbesuches noch einen Post zu diesem Thema schreiben. Aber erst mach ich mir ‘ne heiße Honigmilch und werde ein Erkältungsbad nehmen.

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Die Literatopia-Postkartenaktionen …

22. Dezember 2008 at 21:53 (Freunde & Co., Gedanken, Leben, Zitate & Co.)

… sind schon eine ganz besondere Sache. Neben dem Besuch der Buchmesse im Oktober, den wir mit einem Wochenend-Treffen in einer Darmstädter Jugendherberge verbanden und bei dem ein Großteil der Forengemeinde sich mal persönlich kennen lernte, weiten wir das Forenleben auch auf dem Postwege aus – mit der regelmäßig stattfindenden Postkartenaktion.
Schon beim für mich ersten Mal habe ich tolle Karten erhalten – die Menschen dort machen sich wirklich Gedanken um die Person, der sie zugeteilt wurde, und nicht nur das – viele verschicken auch mehrere Karten, um zu zeigen, dass die auch außerhalb des Forums Anteil an persönlichen Situationen nehmen.

So erreichte mich heute eine besondere Karte, die mich zutiefst erschütterte, aber auch aus der unbemerkten Lethargie riss, die mich seit einiger Zeit befallen hatte. Sie stellt ein Sinnbild dar, welches aufrüttelnder nicht sein könnte. Und weil sie so besonders ist, möchte ich sie in meinem Blog festhalten, damit sie nicht verloren geht – die Originalkarte bekommt einen Ehrenplatz auf meiner nach der Renovierung eine Wand zierenden Leinwand, soviel ist sicher. Doch auch euch, liebe Leser, möchte ich daran teilhaben lassen, denn wie die Verfasserin der Zeilen und Absenderin der Karte auf meine Entlarvung schrieb: … Weihnachten besteht halt auch aus den besinnlichen Momenten. Recht hat sie – und hier ist zumindest eine Beschreibung der Karte:


Auf dem Weg zur völlig überfüllten Post, um Briefmarken zu besorgen, fiel mir der Postbote in die Hände – ich hab mir meine Post gleich geben lassen, weil ich nicht warten wollte, bis ich wieder nach Hause komme. Vielleicht wäre Letzteres angebrachter gewesen … denn zum ersten Mal hat mir eine Postkarte wirklich das Wasser in die Augen gejagt.

Zur Karte:
Sie ist weiß. Zuerst dachte ich, die Post hat Mist gebaut, aber dann schaute ich auf die Rückseite. Abgestempelt wurde die Karte gestern, allerdings so schwach, dass man das Briefzentrum nicht erkennen kann und mir so das Schummeln versagt bleibt. Die Briefmarke zeigt den Warnemünder Leuchtturm, was mich gleich stutzen ließ. Doch dazu später. Auf der Rückseite war ein gedruckter Text aufgeklebt, zu dem handschriftlich vier Zeilen hinzugefügt wurden, in dunkelblauer Fineliner-Schrift.

blankes feld

wer wird mir sagen, was zu tun ist
wenn alles unüberwindbar scheint
wer wird mich leiten durch die nacht
wenn die dunkelheit alles verschlingt
wer wird mich halten in seinem arm
wenn mein leben ein wirbelsturm ist
zerstörerisch gelenkt von einer kraft
der ich nicht entkommen kann
wer wird mein freund sein
wenn ich verlassen bin
wer wird mich wärmen
wenn es mich friert
wer wird mich lieben
wenn mein hass mauern baut
wer lässt mich leben
wenn ich nicht atmen kann
unerreichbarer
wo werde ich dich finden
wann kann ich dich sehen

Der Tag wird kommen.
Auch für dich.
Und liebste Grüße und beste Wünsche
begleiten dich auf dem Weg dorthin.

Die Karte kann nur von jemandem kommen, der mich gut kennt oder sich intensiv mit meinen Texten auseinandergesetzt hat. Und da mir von der Teilnehmerliste da nur zwei Menschen in den Sinn kommen, einer seinen PKA-Anteil schon übererfüllt hat, bleibt nur eine Person.

Danke, Lilly.
Für die Erinnerung und für die Tränen, für das Sinnbild und für die Hoffnung, die deine Karte gebracht haben.

Mit Umarmung,
Angelita


Die Karte hat mich nachdenklich und auch ein bisschen traurig gemacht, inspiriert und verwirrt. Was man daraus noch machen kann, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Lust auf Weihnachten und auf die Tage mit meiner Familie habe ich noch immer nicht. Viel mehr steht mir der Sinn danach, mir die Decke über den Kopf zu ziehen und meinen kompletten Urlaub zu verschlafen – was meinem Gesundheitszustand sicher zuträglich wäre.
Aber man kann nicht alles haben, nicht wahr? Für euch werde ich mich aber bemühen, noch heute Abend oder spätestens morgen endlich die beiden ausstehenden Einträge zu schreiben und natürlich auch zu veröffentlichen. Zuerst gibt’s aber noch eine Kanne Tee *rumhust*

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