Der Hausflur

27. April 2006 at 01:02 (Kreatives)

Es ist dunkel und Stille umgibt mich. Ich bin noch wach, eine leise Vorahnung lässt mich nicht schlafen. Immer wieder schaue ich aus dem Fenster, fliege mit meinem Blick über die Autos. Es ist nicht da. Der Blick auf die Uhr sagt, dass ich längst schlafen sollte.
Noch nicht, denke ich, zehn Minuten warte ich noch.
Seit drei Stunden sage ich mir das. Seit drei Stunden fühle ich mich wie auf heißen Kohlen. Wird er kommen? Oder bleibt er weg? Unruhig streife ich durch die Wohnung, kaue dabei nervös auf meiner Unterlippe herum. Die nächsten zehn Minuten vergehen ohne dass etwas geschieht. Wieder der Blick auf die Uhr, wieder dieselben Gedanken.
Nur noch zehn Minuten.
Und plötzlich klingelt mein Handy. Auf dem Display steht sein Name. Zitternd nehme ich den Anruf entgegen. „Ja?“ Nur ein leises Rauschen ist in der Leitung zu hören. „Hallo?“ – „Ich bin gleich bei dir.“ Aufgelegt. Ich starre das Handy in meiner Hand an.
Gleich? Was heißt denn gleich?
Fast panisch renne ich ins Badezimmer und betrachte mich im Spiegel. Müde sehe ich aus, doch innerlich bin ich aufgewühlt. Man erkennt es an meinen rosigen Wangen. Ich fahre mir mit beiden Händen kurz durch die Haare. Da klingelt mein Handy wieder, wieder steht sein Name im Display. Ich nehme ab. „Komm in den Hausflur.“ Und ein leises Klicken.
In den Hausflur? Was soll ich im Hausflur?
Nur kurz habe ich Zweifel. Ich werfe mir meinen Kimono über die Schultern und verlasse die Wohnung. Das grelle Hausflurlicht blendet mich, ich muss die Augen kurz schließen. Dann eile ich die Treppen hinunter. Kaum, dass ich die letzte Treppenstufe verlassen habe, höre ich den Schlüssel im Haustürschloss. Fast im gleichen Moment geht das Licht aus. Im Halbdunkel taste ich an der Wand entlang, um das Licht wieder einzuschalten.
„Lass das Licht aus.“
Die Stimme ist ganz nah. Ich höre, wie etwas zu Boden fällt. Dann schließt sich ein Paar Arme um mich und er zieht mich eng an sich. Ich nehme seinen Duft wahr und schließe die Augen. Seine Hände wandern langsam über meine Wirbelsäule und ein wohliger Schauer überkommt mich.
„Ist dir kalt?“ Ich schüttele nur leicht den Kopf.
„Dann gefällt dir, was ich mache?“ Ich kann nur nicken, bin unfähig etwas zu sagen, aus Angst, der Zauber könnte verfliegen. Er senkt den Kopf und ich spüre seinen heißen Atem an meinem Hals. Sanft aber bestimmt drängt er mich immer weiter zurück, bis ich die Hauswand in meinem Rücken spüre. Er packt mich bei den Händen und reißt mit sanfter Gewalt meine Arme nach oben. Seine Fingerspitzen gleiten sanft Richtung Achseln und wieder bekomme ich Gänsehaut. Sein Gesicht nähert sich meinem und wieder schließe ich erwartungsvoll die Augen. Ganz sacht berührt er mit einer Fingerspitze meinen Mund, zeichnet meine Lippen nach. Ich unterdrücke ein Seufzen. Diese Berührung macht mich verrückt und er weiß das.
Er spielt mit dir.
Ich verscheuche den Gedanken. Dieses Spiel würde ich nur zu gern mitspielen. Leicht öffne ich die Lippen und stubse meine Zunge leicht gegen seinen zeichnenden Finger. Dieser findet den Weg zwischen meine Lippen von allein und ich beiße sanft zu.
Pass bloß auf, was du machst. Du machst dich nur unglücklich.
Ich schüttele wieder leicht den Kopf, um den Gedanken zu verscheuchen.
Es ist mir egal. Das Jetzt zählt. Dass er hier ist. Seine Berührungen. Es gibt kein Morgen. Es gibt nur Hier und Jetzt, ihn und mich, seine Hände auf meiner nackten Haut.
Kaum dass ich diesen Gedanken zuende gedacht habe, packt er mich am Hintern und hebt mich hoch. In meinem Schoß kann ich seine Erregung spüren. Ich schlinge die Beine um seine Hüfte und verschränke meine Hände in seinem Nacken. Ich merke, wie mir heiß wird und presse mich enger an ihn. Wieder drückt er mich gegen die Hauswand, die sich kühlend an meinen Rücken schmiegt. Ich brenne. Mein ganzer Körper ist ein einziges Flammenmeer. Seine Zunge fährt über meinen Hals, findet den Weg über mein Kinn und endlich treffen unsere Lippen aufeinander. Ich versinke in diesem Kuss, während seine Hände unaufhörlich meinen Hintern kneten. Unsere Zungen beginnen ein wildes Spiel, und seine Hände finden den Weg über meine Schenkel. Ich spüre, wie die Hitze sich in meinem Schoß sammelt und ein leises Pochen erwacht. Sanft löse ich unseren Kuss, stöhne unter seiner flüchtigen Berührung leise auf und suche mit meinen Lippen nach seinem Ohr. Zärtlich fange ich an, am Öhrläppchen zu knabbern, während meine Hände auf seinen Schultern und seinem Rücken undefinierbare Symbole zeichnen.
„Ich will dich,“ flüstere ich heiser, „Ich will dich gleich hier.“
Habe ich das gerade gesagt?
Sein Griff wird fester und ein kehliges Stöhnen entrinnt zwischen seinen Lippen. Er greift nach meinen Haaren und zieht meinen Kopf zurück.

To Be Continued?

Just A Fantasy … Just An Illusion … Just A Dream …

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~Etwas Besonderes~

26. April 2006 at 00:04 (Empfehlungen, Konzerte & Co.)

So, habe ich doch endlich den einhundersten Eintrag (im alten Blog) geschafft. Irgendwie ist der etwas Besonderes, finde ich. Wenn man bedenkt, dass mein erster Eintrag hier am 07.01. diesen Jahres geschrieben wurde, sind hundert Einträge gar nicht viel. Es fällt nicht einmal ein Eintrag pro Tag ab.

Nun ja… der hunderste Eintrag soll ein besonderes Thema erhalten. Dieses wird nicht viel mit mir zu tun haben, zumindest nicht in erster Linie. Seit Tagen lieg ich euch nun schon mit dem Konzert in den Ohren bzw. in den Augen. Ich denke, es ist an der Zeit, dass ich euch ein bisschen was über die Jungs/Männer erzähle, die mich so umgehauen haben.

Wie bin ich eigentlich dazu gekommen, an jenem „schicksalhaften“ Donnerstag die Nikolaikirche zu besuchen, um mir eine Vertonung von Heine’s Buch der Lieder anzuhören? Was hat mich dazu gebracht? Eine Frage, die eigentlich leicht beantwortet werden kann: Ich wollte den Menschen kennen lernen, mit dem ich seit einigen Tagen schrieb. Er hatte mich darauf aufmerksam gemacht, dass dieses Konzert stattfinden und er dort spielen würde. Einer spontanen Eingebung folgend sagte ich zu und fand mich Donnerstag gegen 18:45 Uhr an der Nikolaikirche wieder. Matze hatte Bedenken geäußert, dass wir aneinander vorbeirennen könnten. Aber als ich auf das Plakat sah, wusste ich, diesen Typen kann ich gar nicht übersehen. Na ja, dazu hab ich in einem anderen Eintrag schon mehr erzählt.

Der Club der toten Dichter ist ein eigentlich bunt zusammen gewürfelter Haufen, bestehend aus vier jungebliebenen Männern, die ihre Leidenschaft für Musik und die Werke Heinrich Heines verbindet.
Gegründet wurde er von Reinhardt „Max“ Repke, ein gutaussehender Mann, wenn ich das so sagen darf. Es gibt ja Männer, die im Alter immer attraktiver werden. Ich glaube, Max, der mich liebevoll „16tel“ getauft hat (Wie es dazu kam, erzähl ich euch später.), ist einer dieser Männer. Max hat, wenn ich das richtig verstanden habe, in einer schlimmen Liebeskummerphase Heine’s Buch der Lieder geschenkt bekommen. Nach mehrmaligem Lesen fing er dann an, die Texte zu vertonen und Lieder zu komponieren. Daraufhin fragte er bei Dirk „Scholle“ Zöllner an, ob er den Gesangspart übernehmen würde. Dieser war hellauf begeistert und schon waren sie zu zweit. Dazu stießen Matze Mantzke am Schlagzeug und André Gensicke an Keyboard und Akkordeon. Vielmehr möchte ich hier auch nicht über die „Band“ erzählen, ihr könnt schließlich selbst mal auf die Page des CDTD schauen ;) Dort könnt ihr auch mal reinhören, was die Jungs aus den Gedichten Heines gemacht haben. Am besten wirkt es allerdings wirklich live. Also seht zu, dass ihr die Chance wahrnehmt und sie euch anschaut, wenn sie in eurer Nähe sind!

Das Konzert in der Nikolaikirche war für den Tontechniker Axel sicherlich eine Herausforderung, aber ich fand es einfach klasse. Durch den hohen Raum und den damit verbundenen Widerhall wirkte die Musik irgendwie mystisch. Ich hab das Konzert sehr genossen und ich hatte den Eindruck, dass das restliche Publikum ebenfalls hin und weg war. Ich bin gespannt, wie es im August wird, das wird, soweit ich informiert bin, eine Art OpenAir werden. Ist sicherlich auch eine Erfahrung wert.
Nach dem Konzert hieß es natürlich, die Bühne und Technik abzubauen und in die Autos zu verladen. Die Männer haben selbst mit angefasst und für mich bedeutete das wieder eine knappe Stunde warten. Deswegen geht’s mir jetzt auch nicht so besonders, der Regen war ungesund ;) Ich hab die Chance genutzt und mich mit dem Besitzer(?) der Kirche unterhalten. Es finden wohl öfter Veranstaltungen und Konzerte dort statt. Dass ich davon nie etwas mitbekommen habe, ärgert mich ein wenig. Waren sicherlich einige gute Sachen dabei.
Und schließlich ging es dann mit Matze und Axel ins Hemmingway. Die zwei waren gut drauf, mir war einfach nur kalt ;) Im Hemmingway trafen wir dann auf die anderen Band- und Crewmitglieder sowie einige Fans. Auf der Bühne steckten die Jungs in Anzügen. Das war schon „wow“! Als ich sie da aber so in Jeans sitzen saß, verging mir alles. Ich steh auf Männer in Anzügen – und wenn sie im Freizeitdress dann auch noch zum Anbeißen aussehen, muss ich wirklich vorsichtig sein. Es gibt Männer, denen stehen Anzüge echt hervorragend. Leider kenne ich auch den ein oder anderen, an dem sieht schon ein Jacket furchtbar peinlich aus. Aber egal, das soll nicht Thema werden ;)
Für Axel und Matze gab’s Steak und Wein/Wasser, für mich ein Bierchen – Hunger hatte ich keinen. Ich war so aufgeregt ;) Es dauerte auch gar nicht lange, bis sich Max zu uns gesellte. Natürlich wurde gefragt, wer ich bin, und so kam ich zu meinem Spitznamen „16tel“.

Max: Und du bist?
Ich setze zur Antwort an und werde vom grinsenden Matze unterbrochen.
Matze: Überleg doch mal, was den ganzen Tag bei mir läuft.
Max grübelt und fängt an zu grinsen.
Max: Ach, du heißt 16tel? Nett, dich kennen zu lernen!

Tja, und nun bin ich das 16tel. Im Laufe des Abends wurde das, glaube ich, noch aufgeklärt, aber im Grunde ist es egal. Kann sich sowieso keiner mehr an mich erinnern ;) Außer Matze, aber der bekommt auch täglich Mails von mir.
Die Zeit im Hemmingsway raste förmlich davon. Irgendwann hab ich es aufgegeben, auf die Uhr zu schauen. Zum Schlafen würde ich sowieso nicht mehr wirklich kommen, war mein Gedanke beim letzten Blick auf die Uhrzeit irgendwann gegen halb drei. Bevor ich Zuhause und dann irgendwann im Bett wäre… also machen wir durch bis morgen früh. Freitag ist eh immer nur ein kurzer Arbeitstag, da war das nicht all zu schlimm.
Was nach dem Hemmingway noch geschah, bleibt mein kleines Geheimnis. Zwei bzw. drei zeitnahe Leser meines Blogs wissen Bescheid. Mit irgendwem muss ich ja darüber reden ;) Ein vierter, der im Krankenhaus liegt, bekommt den Blog erst zu lesen, wenn ich ihn in Papierform vorbeibringe. Trotzdem ist er gut informiert – als bester Freund irgendwie logisch ;)

Mit Blick auf die Uhr werde ich mich jetzt langsam verabschieden. Das Wochenende ist vorbei, morgen ruft wieder die Schule nach mir. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, in denen ich die Nächte durchgechattet habe. Ist alles noch gar nicht so lange her. Und doch fehlt mir das nicht. Genausowenig wie die Person, die mich wachhielt. Wie heißt es so schön? Alles ist vergänglich. Nur an den Erinnerungen kann man festhalten. Und mit dieser Devise gehe ich jetzt in mein Bett. Erinnerungen können etwas Tolles sein, wenn man weiß, wie man sie einteilen muss.

Ach ja, was ich noch sagen wollte:
Warum habe ich ausgerechnet dieses Thema für meinen hundersten Eintrag gewählt und warum ist es etwas Besonderes für mich?
Ich hab durch Max und Co. meine Liebe zur Lyrik wiedergefunden. Ich wurde zu neuen Werken inspiriert und ich habe wieder Spaß an dem, was ich mache und was um mich herum passiert. Ich nehme meine Umwelt wieder bewusster wahr. Ein kleiner Schritt für die Menschehit – aber ein großer Schritt für mich.

So Far – Something Special Was Happening – Man liest sich …

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„Die Welt ist dumm, die Welt ist blind …“

21. April 2006 at 22:56 (Empfehlungen, Geschwafel, Leben)

Die Welt ist dumm, die Welt ist blind,
sie spricht von dir, mein schönes Kind.
Die Welt ist dumm, die Welt ist blind,
sie weiß nicht, wie süß deine Küsse sind.

Einen wunderschönen guten Abend, meine verehrten Leser!

Etwas ausgeruhter und mit minder klaren Gedanken sitze ich nun hier und werde versuchen, die Ereignisse der letzten Tage zu „Papier“ zu bringen. Gut möglich, dass es mehrere Teile geben wird, aber das vermag ich jetzt noch nicht zu sagen.
Genausowenig weiß ich wirklich, wo ich anfangen soll – es ist viel passiert, ich habe viel erlebt, gesehen, gehört, gefühlt. Nun, ein Anfang ist bereits getan, denn immerhin schreibe ich genau jetzt schon das hunderteinundzwanzigste Wort dieses Eintrags – die Überschrift mitgerechnet. Das mit dem Zählen klappt also noch. Oder wieder? Sollte die Zahl nicht stimmen, beschwert euch bei Microsoft Word ;)
Meine erste Amtshandlung heute an meinem Blog war das Eintragen neuer Wegweiser – Wege, die ich des Öfteren in der nächsten Zeit gehen werde. Vielleicht folgt der eine oder andere Leser dem einen oder anderen Wegweiser – und vielleicht möchte der ein oder andere einen Weg mit mir gemeinsam gehen – auf unvirtuelle Art.

Ablenkung ist was Feines. Hab mir grad mal Homepage der toten Dichter angeschaut – und bin direkt auf der Site eines Dichters hängen geblieben. Natürlich kam ich nicht um einen Gästebucheintrag, auch wenn der nur 500 Zeichen beinhalten durfte. Wie soll ich als Frau mich denn bitte so kurz fassen, wenn ich doch soviel zu sagen hab?!
Ich glaub, ich werd mir jetzt erst mal ein bisschen Musik anmachen. Hab tierisch Lust auf Swing oder Jazz.
Hach ja … kommt es nur mir so vor oder versuche ich krampfhaft, das eigentliche Thema zu umgehen? Vielleicht bin ich auch noch nicht in der richtigen Stimmung. Oder werd zu sehr abgelenkt. Die FlirtCommunity kann echt ätzend sein. Was muss mich denn bitte ein 18jähriger Berliner anschreiben, ob ich MSN hab? Und nachdem ich das bejaht habe, mir seine MSN-Addy geben? Hab ich denn in irgendeiner Form gesagt, dass ich mich mit ihm unterhalten will? Dazu noch über MSN? Ich denke nicht – Versteh einer die Männer -.-
So, wo war ich? Hmpf, ich kann mich nicht konzentrieren. Okay, dann machen wir das anders. Ich klammer das eigentliche Thema dieses Eintrags vorerst aus und erzähl euch ein bisschen was über meinen gestrigen Abend – das Konzert in der Nikolaikirche. Moment mal, das sollte doch eigentlich Thema dieses Eintrages werden! Naja, im Alter vergisst mal öfter mal Sachen – und mit 22 darf ich das jetzt auch offiziell ;)

Also, legen wir los.
Nachdem ich gestern den Arbeitstag doch relativ gut hinter mich gebracht habe, ging ich pünktlich um 18:30 Uhr in den Feierabend. Das kommt eher selten vor, aber gestern wusste ich, dass mich ein spannendes Abendprogramm erwarten würde. Und ich wollte meine Begleitung nicht warten lassen. Woher sollte ich auch wissen, dass sie im Kino ist und wirklich erst kurz vor Beginn des Konzertes in der Kirche aufschlagen würde? So stand ich vor der Kirche, eine dreiviertel Stunde lang, und zitterte mir die Seele aus dem Leib. Handy war aus (im Nachhinein ja logisch, wenn sie im Kino war) und schließlich bin ich dann allein rein gegangen und hab einfach einen Platz freigehalten. Weil noch etwas Zeit war, verschlug es mich immer wieder nach draußen – schließlich war ich nicht nur mit meiner Begleitung verabredet, sondern sollte auch einen der toten Dichter treffen. Der hatte mich ja auch „hinzitiert“ ;) Immerhin hat es vor dem Konzert für ein Gespräch in Zigarettenlänge gereicht.
Ich war ziemlich entspannt, als ich mich auf den Weg zur Kirche machte. Hey, ich wollte mir nur ein Konzert anschauen und einen netten Menschen kennen lernen. Konnte ja keiner ahnen, welche Wege der Abend gehen würde.

Ich merke schon, dass das mit dem Schreiben heute nichts mehr wird.
Ein Freund meinte, ich würde aufgekratzt wirken. Hm, kann schon sein, ich bin irgendwie nicht wirklich bei der Sache. Beim Stöbern auf einer Homepage bin ich sowohl auf eine Handynummer als auch auf eine Adresse gestoßen. Da kommen mir schon wieder die dümmsten Gedanken. Vorhin hätte ich fast meine Tasche gepackt und wäre zum Bahnhof gefahren ;)
Ich denke, ich werde den gestrigen Abend in mehreren Teilen beschreiben. Muss mal schauen, wie ich das am dümmsten mache, weil ich eigentlich… schon einen Leitfaden für einen Teil habe, dieser sich aber nicht mit dem abgegebenen Versprechen des zweiten Teils vertragen würde. Das gibt wieder Kopfschmerzen, aber ich finde eine Lösung :)

Ich möchte eigentlich auch noch nicht zuviel verraten.
Der Abend gestern war angenehm. Es war schön, mal wieder Zuhause raus und unter Leute zu kommen. Hat mir doch ganz schön gefehlt. Ich sollte vielleicht nächstes Wochenende dann doch die Kneipentour mitmachen, die Samstag statt findet. Sonntag Abend geht’s dann mit Bekannten zum „Poetry Slam“ ins Ursprung, da werd ich möglicherweise eine meiner Geschichten zum Besten geben. Und Montag wird der Laden eines Geschäftspartners eröffnet – ich darf Opfer sein und mich von ihm stylen lassen. Das bedeutet neue Frisur, neue Haarfarbe und ein professionelles MakeUp – inklusive Vorher-Nachher-Bilder. Vielleicht bin ich dann auch mal so mutig und stell hier Pics von mir online – auch wenn die meisten Leser wahrscheinlich bereits ganz andere Bilder von mir gesehen haben ;)
Achso, ja … der gestrige Abend war wie gesagt recht angenehm. Ich war in wirklich netter Gesellschaft und auch die viel zu kurze Nacht war okay. Ich hatte jede Menge Spaß. Und wurde zu neuen Werken inspiriert. Jetzt ist es raus und ich kann es nicht wieder zurück nehmen: Das Konzert, der gestrige Abend an sich, die kennen gelernten Leute und der heutige Morgen waren eine Inspirationsquelle für mich. Und sobald ich irgendwas geschrieben habe, also wenn ich meine Gedanken wieder einigermaßen unter Kontrolle habe, dann gebe ich euch gern einige kleine Einblicke. Es wird auf jeden Fall eine neue Geschichte im Erotikstil geben – der Hausflur wird eine Rolle spielen (Zaunpfahl gen jene Synonymperson – Du bist schuld!).

So, jetzt chill ich noch eine Runde zu Gedichtinterpretationen von Herrn Rilke (Kennt von euch jemand das Rilke-Projekt? Sehr toll, echt empfehlenswert zum Reinhören.), warte auf die Rückkehr meiner fliegenden Schützlinge und werde dann langsam ins Bett kriechen. Allein … aber nicht wirklich allein – Gedanken und Erinnerungen, die noch frisch sind, sind angenehme Zeitgenossen ;)

So Far – Confused Again But Feeling Good – Man liest sich …

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