… Novemberregen …
Manchmal könnte ich mich selbst treten. Dass mir dieser Song nicht früher eingefallen ist.
Dabei ist dieser Regen in den letzten Tagen das Einzige, bei dem ich mich wirklich wohlfühle. Das Einzige, wonach ich mich wirklich sehne – aus dem Fenster starrend darauf hoffe, dass er endlich einsetzt und die Welt wenigstens ein Stück weit rein wäscht.
Beim Nachschreiben der Chemieklausur heute Abend wurde mir zumindest der Wunsch erfüllt, dass es regnet. Aber ob das mit der Reinigung so eintritt, wie ich das gern hätte … man hat so seine Zweifel, nicht wahr?
Das war’s für den Moment auch schon. Glaube ich.
Der Kopf ist zwar voll mit jeder Menge Gedanken, die raus wollen und wohl auch müssen, aber dazu muss ich erstmal Ordnung reinbringen und abwägen, was davon nur für bestimmte Augen geeignet ist und was ich der großen Leserschaft des Internets darbieten möchte.
Fußballergebnisse …
… tja, was soll man dazu sagen?
Hannover und Schalke trennen sich am heutigen Nachmittag mit einem 0:2 – bin gespannt, mit welchen Ausreden wir rechnen dürfen.
Spekulationen dürfen gerne in den Kommentaren abgegeben werden.
Ihr meint, ich sei garstig?
Ja, kann sein. Ist sogar sehr wahrscheinlich. Aber wisst ihr was? Manchmal darf ich das sogar.
Und heute ist definitiv so ein Tag. Also leckt mich.
Und der Enke-Hype geht weiter …
Gestern Abend auf dem Weg von der Schule (ja, ich war mal wieder da) nach Hause konnte ich mal wieder nur mit dem Kopf schütteln. Große Schlagzeile im Fahrgastfernsehen der Hamburger Hochbahn: “DFB plant Enke-Stiftung“
Versteht mich nicht falsch, ich finde es eine gute Idee, eine Stiftung ins Leben zu rufen, die sich mit der Forschung um die Krankheit „Depression“ zusammentut und diese unterstützt. Aber ist es nicht ein bisschen zu hart, das gerade mal drei Tage nach dem Begräbnis in der Öffentlichkeit laut zu machen?
Heute morgen im Radio wurde über das gestrige Freundschaftsspiel gegen die Elfenbeinküste in Gelsenkirchen berichtet – solche Gesten finde ich schön: Ballack legt ein Enke-Trikot auf die Ersatzbank, die Fans bringen Banner mit, Podolski richtet seinen Blick nach dem ersten Treffer gen Himmel.
Was mich eben nur extrem annervt, ist der Medienrummel, denn der macht es weder besser noch ungeschehen noch leichter für irgendwen, und ist meiner Meinung nach einfach nur überflüssig. Muss das denn alles sein? Kann man den Mann nicht einfach in Frieden ruhen lassen, jetzt wo er unter der Erde liegt und das Grab noch ganz frisch ist? Kann man ihm nicht langsam im Stillen gedenken, wird denn das Ansehen für das, was er im Leben geleistet hat, dadurch geschmälert?
Ich find’s albern, tut mir leid. Der Mann ist tot und nichts wird ihn wieder lebendig machen. Dass er in den Herzen seiner Familie, Freunde und Fans weiterlebt, weiß die Welt auch ohne diesen ganzen Medienscheiß.
Lasst die Leute doch erstmal zur Ruhe kommen und den Verlust wirklich annehmen, eh ihr über Stiftungen und sonstigen Kram nachdenkt.

